Supervision
"Das Problem zu erkennen ist wichtiger, als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung."
Supervision ist ...
eine Beratungsform, die zur systematischen Reflexion und Verbesserung beruflicher Arbeit eingesetzt wird. In der Supervision werden Fragen des beruflichen Handelns, Problemfelder und Konflikte thematisiert. Dabei wird die berufliche Rolle des/der SupervisandInnen in Beziehung gesetzt zu den Kollegen, Klienten (bzw. Kunden) und den Strukturen und Zielen der Organisation.
Supervision ist ein Entwicklungsprozess, der im Bewusstsein von innerem Wachstum stattfindet. Der/die SupervisandIn lernt sich selbst im beruflichen und institutionellen Umfeld kritisch und realistisch anzuschauen und die Vernetzung seiner/ihrer Rolle zu erkennen, um daraus konkrete Lösungen zu entwickeln.
Nutzen der Supervision:
- dem/der SupervisandIn zu einer differenzierten Sicht seiner/ihrer Rolle in der Organisation zu verhelfen
- die Definition der eigenen Ziele und Visionen zu ermöglichen
- Problemlösungen und effiziente Arbeitsstrukturen zu entwickeln
- die sozialen Kompetenzen zu erweitern, um Veränderungsprozesse zu verstehen und zu gestalten
- die bisherigen Lernerfahrungen zu reflektieren und in Verbindung mit neuen Zukunftsideen zu verarbeiten.
- Erhöhung der Arbeitszufriedenheit
Supervisionformen:
- Einzelsupervision
- Gruppensupervision (Fallsupervision)
- Teamsupervision
Unterschiede zum Coaching
Im Unterschied zum Coaching, das stärker handlungs- und umsetzungsorientiert ist, hat Supervision einen eher reflexiven und analytischen Charakter.
Supervisionskontrakte sind längerfristig terminiert, als die eher kurzen und erfolgsorientierten Coachingkontrakte. Supervision findet in Feldern statt, für die Coaching noch nicht typisch ist (Gesundheitswesen, Kirche, Schule, Erwachsenenbildung, Kinder- und Jugendhilfe).