Mediation

Mediation (lat. „Vermittlung“), ist die bekannteste außergerichtliche Form der Lösung von jeglichen Konflikten in allen Lebensbereichen und Rechtsgebieten durch die Parteien selbst.















Kennzeichnend ist der Ablauf nach Phasen, in denen mit Hilfe des Mediators zunächst die Interessen der Parteien, dann verschiedene Lösungsmöglichkeiten und schließlich die für die Parteien optimale Lösungsmöglichkeit ermittelt werden. Ziel ist das Erreichen einer beide Parteien zufriedenstellenden win-win-Lösung, die rechtsverbindlich als ein Vergleich fixiert werden kann, der sich sogar notariell beglaubigen lässt. Es geht nicht um Sieg oder Niederlage einer Partei, sondern um Vereinbarungen, die alle Beteiligten für Ihre Zukunft akzeptieren können.

Die Parteien nehmen freiwillig an dem Mediationsverfahren teil und sind zu jedem Zeitpunkt „Herren“ über das Verfahren, so dass kein Dritter und insbesondere kein Richter ihnen eine ihnen widerstrebende Entscheidung oktruiert. Vielmehr steuern sie selbst die Inhalte und sind für die Lösung verantwortlich. Weitere Voraussetzung für einen selbstverantwortlichen Umgang mit dem Konflikt ist die Informiertheit aller Beteiligten über alle Fakten und Interessen.


Als Mediator begleite ich Ihren Verständigungsprozess aus einer nicht parteiischen Position und bin für die Einhaltung des mediativen Verfahrenrahmens verantwortlich. Durch einen Perspektivwechsel arbeite ich die hinter den Positionen liegenden Interessen heraus. Ich bin als Mediator neutral und zur Vertraulichkeit verpflichtet.


Meine Schwerpunkte in der Mediation sind:

  1. Mediation in Erziehung und Bildung
  2. Mediation im Gesundheitswesen und in der Bauwirtschaft
  3. Mediation am Arbeitsplatz
  4. Mediation im Erbrecht und der Unternehmensnachfolge


Welchen Nutzen bietet Ihnen die Mediation?

  • Sie behalten die Kontrolle über den Verhandlungsprozess.
  • Sie behalten Planungssicherheit.
  • Sie können selbst Ihren eignen Standpunkt darstellen.
  • Sie schonen Ihre Ressourcen.
  • Sie erhalten mehr Informationen über sich selbst und Ihre Gesprächspartner.
  • Sie gewinnen Zeit.
  • Sie sparen Kosten.
  • Sie profilieren sich als Kindertagesstätte/Schule/Praxis/Apotheke/Unternehmen mit einem modernen Konfliktmanagement.


Ich bin Mitglied im Bundesverband Mediation (BM) e.V., www.bmev.de, und der Arbeitsgemeinschaft Mediation im Oberlandesgerichtsbezirk Düsseldorf sowie Sprecher der Regionalgruppe BM Düsseldorf - Mettmann - Wuppertal.

Bitte nehmen Sie mit mir Kontakt auf, wenn Sie Fragen zur Mediation und den Kosten haben.



Zur Vertiefung:

    Die sechs Prinzipien der Mediation:


    Neutralität
    Der Mediator nimmt während und nach dem Mediationsverfahren gegenüber den Parteien eine konsequent streng neutrale Haltung ein. Die Neutralität erstreckt sich auf seine Person und auf seine konkreten Handlungen den Parteien gegenüber.


    Freiwilligkeit
    Die Beteiligten entschließen sich freiwillig zu dem Verfahren, in dem sie ebenfalls freiwillig ihre Interessen preisgeben. Auch die Abschlussvereinbarung wird frei von Zwängen abgeschlossen.


    Selbstverantwortlichkeit
    Die Selbstverantwortlichkeit der Parteien gilt sowohl für die aktive Mitwirkung im Verfahren wie auch in Bezug auf Themen und Ergebnis, denn sie sind Experten ihres Konflikts. Der Mediator ist für den Rahmen zuständig, die Parteien für die Inhalte des Verfahrens.


    Vertraulichkeit
    Alles aus dem Mediationsverfahren unterliegt einem strengen Vertraulichkeitsgebot. In einem Mediationsvertrag verpflichten sich die Parteien, in der Mediation Offenbartes nicht gegen die andere Partei zu verwenden.


    Informiertheit der Parteien
    Eine selbstbestimmte Entscheidung ist nur möglich, wenn die Parteien umfassend über alle relevanten Daten, Fakten und Interessen informiert sind.


    Einhaltung des Verfahrenrahmens
    Mit dem Verfahrensrahmen steht und fällt der Erfolg jeder Mediation. Daher hält der Mediator, soweit zweckdienlich, die Phasen und die Prinzipien des Mediationsverfahrens konsequent ein.


    1. Zunächst erläutert der Mediator den Parteien Ablauf und Prinzipien des Mediationsverfahrens. Danach schließen die Parteien mit ihm einen Vertrag, in dem Aufgaben und Kosten vereinbart werden.
    2. Ziel ist es, zu einer Themensammlung für jede Partei zu gelangen. Den Parteien wird Gelegenheit gegeben, ihre eigene – bewusst subjektive – Sichtweise des Konfliktes zu schildern. Aufgabe des Mediators ist, neben dem Verstehen der Sichtweisen, der Gegenseite die Position näher zu bringen.
    3. Der Mediator unterstützt die Parteien, ihre eigenen Interessen, Wünsche und Bedürfnisse in Bezug auf den Konflikt für die Zukunft herauszufinden und offenzulegen. Zudem bringt er diese der jeweiligen Gegenseite näher. Dies bildet die Grundlage für die spätere Einigung.
    4. Gemeinsam entwickeln die Parteien eine Vielzahl von Ideen, die für das zu lösende Problem hilfreich sein können. Dabei kommen regelmäßig auch ganz neue und für alle Seiten vorteilhafte Optionen heraus. Der Mediator setzt hierfür eine Vielzahl von Kreativitätstechniken ein.
    5. Es beginnt die eigentliche Suche nach einer Lösung, wozu die unterschiedlichen Ideen gemeinsam bewertet werden. Am Ende stehen realisierbare Vorschläge, mit denen alle leben können und die den vielfältigen einzelnen Interessen möglichst gerecht werden.
    6. Die gemeinsame Vereinbarung, die auch notariell beglaubigt werden kann, dient der Absicherung der zuvor getroffenen Entscheidung. Damit ist zur gänzlichen Zufriedenheit der Parteien der Konflikt beendet.